Blickkontakt und Charisma

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„Welche Merkmale sind denn typisch für Charismatiker?“ Die Frage stellte mir vor einigen Tagen ein Seminarteilnehmer.  Was er damit schon richtig erfasst hatte, war die Tatsache, dass Charisma an sich gar keine Eigenschaft ist.
Auffällig an meinem Teilnehmer war allerdings, dass er schlecht den Blickkontakt zu anderen Menschen halten konnte.

Natürlich kann man kein Patentrezept zum Erlernen von Charisma zu geben, aber es gibt doch einige Merkmale, die allen Charismatikern eigen ist. Den Blickkontakt herstellen und halten zu können, ist sicherlich essenziell in diesem Zusammenhang.
Blickkontakt heißt Blickkontakt weil er Kontakt schafft. Über den Blickkontakt bekomme ich direkten Zugang zu meinem Gegenüber.

Nur in der Interaktion kann Charisma entstehen,
denn niemand ist alleine zuhause ein Charismatiker. Charisma entfaltet sich nur durch den Wirkenden und mindestens eine Person, auf die es wirkt. Und noch bevor ein Wort gefallen ist, kann über den Blick eine Interaktion entstehen – kann Charisma wirksam werden.

Die Augen sind der Spiegel der Seele, sagt ein Sprichwort. Tatsächlich sind die meisten Menschen in der Lage, aus dem Blick eines Gegenübers viel zu lesen. Und wir täuschen uns bei diesem Buch selten. Wer also sein Charisma über seinen Blick wirksam werden lässt, sollte auch Inhalte zu vermitteln haben.

Wer in Gesprächen jedoch dem Blick des Gegenübers ausweicht, gilt als unsicher, schwach, wenig selbstbewusst. Im schlimmsten Fall mutmaßt der Gesprächspartner sogar, man habe etwas zu verbergen. Menschen mit Charisma zeichnen sich jedoch gerade durch Selbstbewusstsein und Stärke aus. Im Augenblick des Blickkontaktes entsteht Authentizität. Und nur so lässt sich Charisma zu gewinnen.

Angst vor dem Blick des Anderen ist aber nicht begründet. Zwar blicken wir Menschen in die Seele unseres Gegenübers wenn wir ihm in die Augen sehen, jedoch kann genau auch das Stärke geben. Die Flucht nach vorne sollte hier also Mittel der Wahl sein. Denn durch diesen Blick entsteht erst die Verbindung zum Gesprächspartner. Und diese Verbindung gibt Sicherheit und der Blick in die Augen des Anderen offenbart schließlich auch seine Gedanken und Empfindungen.

Mein Tipp: Wenn Sie sich in einer für Sie schwierigen Gesprächssituation von Ihrem Gegenüber verunsichern lassen und spüren, dass Sie deshalb seinem Blick ausweichen, versuchen Sie das nächste mal, die Person aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Stellen Sie sich z.B. einmal vor, wie diese Person als Kind war. Stellen Sie sich anstatt des Erwachsenen-Gesichtes ein Kindergesicht vor. Was hat Ihr Gegenüber wohl gerne gespielt? Welches Kuscheltier hatte er? Durch diese Übung wird Ihnen Ihr gegenüber sofort menschlicher erscheinen. Sie können an Sicherheit gewinnen und Ihr Charisma kann wachsen.

Charisma ist ein lebendiger Prozess
Und so sollte auch Ihr Blick sein. Starren Sie deshalb niemals Ihrem Gegenüber in die Augen. Sie würden Ihrem Gesprächspartner jedes Wohlgefühl nehmen. Sie selber wirken aber charismatischer, wenn Ihr Gesprächspartner sich in Ihrer Gegenwart wohl fühlt. Schauen Sie also mit Interesse ins Gesicht Ihres Gesprächspartners, und nicht nur in seine Augen.  Und mit diesem Interesse an Ihrem Gegenüber, wird Ihr Gesprächspartner Sie mindestens sympathisch finden. Gut für Ihre Ausstrahlung!

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