Charisma: Trennung von Form und Inhalt ist notwendig

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In Diskussionen werde ich ja immer wieder gefragt, ob es nicht gefährlich sei, sich heute Charismatiker in der Öffentlichkeit zu wünschen. Nun, sagen wir mal so: Ganz klar kann ich natürlich sagen, dass ein Charismatiker sicherlich auch Ziele haben kann, die für viele Menschen nicht gut sind. Charisma ist per se ja nun keine „gute Eigenschaft“, vielmehr handelt es sich ja dabei um eine Zuschreibung. Menschen finden jemanden charismatisch. Und klar gibt es immer wieder die Diskussion darum, ob Charisma deshalb nicht per se gefährlich sei.

Ganz klar: Wir finden ja auch nicht die Presse und die Medien per se gefährlich, weil sie die Macht der Einflussnahme haben.

Für mein Verständnis ist es so: Die Trennung von Form und Inhalt ist notwendig!

Wir haben auf der einen Seite die (politischen) Inhalte, und auf der anderen Seite das Charisma, die Ausstrahlung, also quasi das „Transportmittel“. Wir wissen, mit diesem Transportmittel können negative als auch positive Inhalte transportiert werden. Das Transportmittel an sich ist wertfrei zu betrachten.

Wenn man nun beides verwechselt oder zu sehr mit einander verknüpft, kann man kein klares Urteil mehr fällen. Viele Menschen tun dies leider. Und das hat in unserer politischen Vergangenheit dazu geführt, dass Menschen einem Irren aufgelaufen sind.

Da Charisma Moden unterworfen ist (also was damals als charismatisch empfunden wurde, würde heute niemanden mehr hinterm Ofen vorlocken), kann man Inhalte auch heute nur klar und unverfälscht erkennen, wenn man sie unabhängig von der transportierten Form betrachtet. Darum ist das Trennen von Form und Inhalt notwendig und von absoluter Wichtigkeit für mich.

Auf diese Weise können Ihnen Ihre Kenntnisse zum Thema Charisma nützliche Dienste leisten, sie sind dadurch in der Lage, die Inhalte zu identifizieren, wo andere sich von Formen blenden lassen. Sie können die Systeme durchschauen, und gegebenenfalls auch selber anwenden.

Keine Frage: Die Transportmittel Charisma und Rhetorik sind wundervolle Möglichkeiten Inhalte leicht verständlich zu vermitteln, sie bringen Freude und Freunde, Motivation und Schwung. Dennoch ist es eben auch gut, sich zwischendurch als stiller Beobachter einmal distanzieren zu können und zu überprüfen, ob die Inhalte für einen selbst noch stimmig sind.

Wie halten Sie es?

Herzlichst
Julia Sobainsky

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