Gute Rhetorik

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Gute Rhetorik ist für viele Menschen das, was Charisma in erster Linie ausmacht. Und sicherlich ist da auch einiges dran. Aber was verstehen wir unter guter Rhetorik?

Gute Rhetorik muss den Hörer gefangen nehmen, ihn einbinden, faszinieren, nachhaltig beeindrucken. Und um dies zu erreichen gibt es eine ganz Anzahl von Möglichkeiten. Ich möchte hier in einer kleinen Serie einige davon vorstellen, die sich in erster Linie auf Präsentationen und Vorträge beziehen, aber auch in normalen Gesprächen Eingang finden können:
1. Zuerst ist es natürlich entscheidend, wer Ihre Hörer sind. Sie machen zu Beginn also eine Art Zielgruppenanalyse. Denn sicherlich werden Sie für 50 Auszubildende den Vortrag anders aufbauen, als für 50 gestandene Verkäufer. Auch Ihre Wortwahl wird sich unterscheiden, wahrscheinlich auch die Medien, die Sie auswählen. Gute Rhetorik sieht also unterschiedlich aus – je nach Zielgruppe.
2. Dann ist es wichtig was Sie wirklich sagen wollen. Versuchen Sie die Essenz Ihrer Inhalte immer weiter „zusammenzukochen“. Ich werde darauf noch in einem extra Artikel eingehen. Gute Rhetorik lässt Überflüssiges weg.
3. Ein weiterer Punkt ist der Aufbau der Rede, des Vortrags, der Präsentation: Selbst wenn Sie bei einem Kunden sitzen und eine kleine Produktpräsentation vorbereitet haben, sollte der Aufbau die Präsentation entscheidend bestimmen. Machen Sie zu Beginn neugierig, setzen Sie Spannungsbögen, verdichten Sie, finden Sie einen Abschluss, der im Gedächtnis bleibt oder eben auf einen Kauf hinausläuft. Denn gute Rhetorik entsteht nicht nur im Vortrag, sondern ebenso im normalen Gespräch oder der kleinen Präsentation.
4. Welche rhetorischen „Tricks“ setzen Sie ein, um wirklich zu faszinieren? Die Anzahl der Möglichkeiten ist immens, ich werde in nächster Zeit einige vorstellen.
5. Wie bekommen Sie Kontakt zu Ihren Zuhörern? Wie verschaffen Sie sich Akzeptanz? Eine Frage, die schon bei den Vorbereitungen bedacht werden muss. Gute Rhetorik lebt von der Faszination, die entscheidet sich auch über Ihre Person.
6. Geschichten, Metaphern und Beispiele – ohne sie ist gute Rhetorik undenkbar. Mehr zum Thema in den nächsten Tagen hier.
7. Womit enden Sie? Womit bleiben Sie im Gedächtnis? Auch dies wird ein extra Kapitel der kleinen Serie „Rhetorik“ einnehmen.

Gute Rhetorik ist keine Zauberei, sondern basiert auf Gesetzmäßigkeiten, die jeder erlernen kann. Wer interessante Inhalte hat, die er vermitteln möchte, wer etwas verkaufen möchte oder wer sich Gehör verschaffen will, kommt nicht drum herum, sich mit der eigenen Rhetorik zu beschäftigen.

Noch immer ist das Wort einer der entscheidenden Faktoren, wenn es darum geht, Zugang zu anderen Menschen zu finden.

Ihre Julia Sobainsky

2 Kommentare
  1. Joachim Schlosser
    Joachim Schlosser says:

    Obacht bei #2: wenn man viel zusammenkocht, sollte man darauf achten trotzdem noch ein bisserl frisches, knackiges Gemüse hineinzugeben. Sonst klingen die Sätze nachher arg »ausgekocht«.

    Antworten

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