Hamsterrad: Oder Hard Work – Smart Work – No Work

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Kennen Sie das Hamsterrad? Vermutlich. Die meisten Menschen kennen es. Und wir lernen es auch so früh in unserem Leben kennen, dass wir es in aller Regel nicht einmal hinterfragen. Wir nehmen es als gottgegeben hin.

Was meine ich genau?

Wir leben nach, was uns vorgelebt wird. Schon unsere Eltern haben sich krumm gelegt, für ein klein wenig Lebensqualität. Sie haben sich abgerackert, damit wir eine gute Ausbildung bekamen. Vielleicht Musikunterricht. Und einmal im Jahr Urlaub – im günstigen Fall auch zweimal. Sie haben ihre Träume aufgegeben, die sie vielleicht einmal hatten, um der Familie ein paar Annehmlichkeiten zu bieten. Wissen Sie, wovon Ihr Vater oder Ihre Mutter einst träumten, als sie jung waren?

Sie selbst gingen vermutlich zur Schule. Anschließend machten Sie eine Ausbildung oder studierten. Und dann waren Sie froh, rasch einen Job zu finden. Keinen Job zu finden bedeutet in Deutschland, auf Unterstützung angewiesen zu sein. Kein schönes Gefühl. Und vor allem viel zu wenig, um Freiheit zu genießen. Träume zu realisieren. Wer mutig war, oder über Geld verfügte, konnte nach dem Abi vielleicht ein Jahr ins Ausland. Viele aber nicht.

Wer dann endlich den begehrten Job nach der Ausbildung oder dem Studium hat, kann sich was leisten. Ein paar seiner Wünsche erfüllen. Und je mehr Geld man verdient, desto höher steigt der Lebensstandard. Klar – ab Mitte Dreißig wollen die meisten Menschen nicht mehr zwischen Jaffa-Kisten leben. Wenigstens ein schöne Einrichtung soll her. Wenn man es nicht sofort bezahlen kann, nimmt man die Ratenzahlung.

Die Kinder kommen, man kauft ein Haus oder eine Wohnung. Zumindest ist das bei vielen Familien so. Und durch den schleichend höher gewordenen Lebensstandard ist man in die Falle getappt. Ab jetzt hat man keine Wahl mehr. Das Rad dreht sich und man läuft mit.

Durch Arbeitsleistung, also Arbeitskraft und Zeitinvestition halten wir das Hamsterrad am Laufen. Immer schneller dreht es sich. In vielen Ländern, inzwischen auch in Deutschland, haben viele Menschen nicht nur einen Job, sondern darüber hinaus noch einen Nebenjob.

Und auch der Staat profitiert tüchtig mit: Höhere Steuern und Sozialabgaben bei höherem Einkommen. Also rennt man auch hier immer hinterher. Mit der Zeit kommen Ängste auf: Der Job gehört einem schließlich nicht und man hört immer wieder von Jobverlust. Wenn der Job weg ist, droht eine Katastrophe.

Und was ist mit den Selbstständigen? Die arbeiten ohnehin immer mehr als andere. Selbst wenn sie ihren Beruf gerne machen, leben sie immer mit erhöhtem Risiko. Was ist, wenn man krank wird unter all der Belastung? Wann ist wirklich mal Zeit zum relaxen? Auch sie stecken in aller Regel tief drinnen, im Hamsterrad.

Wer im Hamsterrad steckt, arbeitet niemals für sich selbst. Er arbeitet für die Bank, den Chef, den Staat und was-weiß-ich-noch. Sein tägliches Rennen bringt ihn seinen Träumen um keinen Schritt näher, sondern verstärkt über die Jahre die Frustration über all das ungelebte Leben.

Seit Jahren geht mir ein Modell nicht mehr aus dem Kopf, was ich während meiner NLP-Ausbildung kennenlernen durfte:

Hard Work – Smart Work – No Work

Hard Work steht führ das Hamsterrad, das ist der Zustand, in dem sich 90% der Menschen ihr Leben lang befinden.

Smart Work steht für ein Arbeitsmodell, wo die Arbeit so viel Freude macht, dass sie nicht immer als Arbeit wahrgenommen wird. Risiko und Ängste bleiben aber bestehen.

No Work steht dafür, dass Einkommen unabhängig von einer Arbeit fließt. Es ist der Zustand finanzieller und menschlicher Freiheit. Hier kann sich Leben entfalten, Träume können realisiert werden.

Damals, als ich dieses Modell kennenlernte, hinterfragte ich das erste mal in meinem Leben die Lebensform, die uns immer vorgelebt wird. Ich sagte mir, dass es auch anders gehen müsse. Das es Möglichkeiten geben muss, aus dem Hamsterrad auszubrechen.

Inzwischen habe ich zahlreiche Autoren gelesen, die Wege aus dem Hamsterrad hinaus beschreiben. Ich selbst habe meinen persönlichen Weg gefunden. Er ist einfach, risikofrei und jeder kann diesen Weg gehen. Ich befinde mich momentan noch im Smart-Work-Bereich auf dem Weg in den No-Work-Bereich. Erste Erfolge stehen.

Zugegeben, auch das erledigt sich nicht von selbst. Aber worauf kommt es mir an? Wenn ich nicht immer weiter rennen möchte – selbst wenn mir meine Arbeit viel Freude macht – dann muss ich den No-Work-Bereich erreichen. Dann muss ich tätig werden: Jetzt. Und jetzt. Und jetzt. Sonst ist irgendwann meine Lebenszeit um, ohne dass ich all die Dinge getan habe, die ich tun wollte. Sonst bleibt von mir auch nur ein buckliges, krankes „ich wollte doch eigentlich“ übrig.

Meine Ziele sind anders. Größer. Ich traue mich, zu träumen. Traue mich, gedankliche und reelle Grenzen zu sprengen, denn ich sehe bei anderen Menschen an zahlreichen Beispielen, dass es möglich ist. Wir können einen Paradigmawechsel vornehmen. Es kostet etwas Mut und den Willen, hinter den Spiegel zu sehen. Dort liegt aber das Paradies.

Was denken Sie darüber? Haben Sie sich auch schon mal Gedanken dazu gemacht?

Ich freue mich auf Ihr Feedback.

Ihre

Julia Sobainsky

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