Motivation und Führung

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Motivation. Hat jeder Mensch Motivation?
Selbstverständlich. Denn zu irgendwas ist jeder motiviert. Und die meisten Menschen in unserem Lande sind auch motiviert zu arbeiten – weiß man doch inzwischen aus den Medien und teilweise aus dem eigenen Freundes-, Verwandten- und Bekanntenkreis allzu gut, was die Hartz IV-Empfänger erwartet.

Und dennoch kommt es immer wieder vor, dass Mitarbeiter in großen Unternehmen anscheinend nicht motiviert sind, für ihr Unternehmen zu arbeiten? Was ist da passiert?

Ich muss gestehen, wenn ein Unternehmen bei mir ein Motivationstraining anfragt, bin ich geneigt, erst einmal zu fragen, was um alles in der Welt die Mitarbeiter denn derart demotiviert haben mag. Eine Frage, die mir die Personalentwickler meist nicht beantworten können, selbst die Führungskräfte sind mitunter ratlos. Wer lang genug und gründlich in das „System Unternehmen“ hineinschaut und nachfragt, findet aber immer die Ursachen.

Leider ist es so, dass in vielen Fällen die Führungskräfte ein Training nötiger hätten als die Mitarbeiter. Ich will damit keineswegs sagen, dass die Führungskräfte immer die Schuld an der Demotivation der Mitarbeiter trifft – keineswegs. Viele Führungskräfte sind noch gar nicht lang genug im Unternehmen um eine Demotivation überhaupt verursacht haben zu können, oder aber sie sitzen in einer Sandwichposition. Das Problem könnte bei den Führungskräften dennoch nachhaltiger gelöst werden, als bei den Mitarbeitern.

Warum empfehle ich ein Training für die Führungskräfte? Ganz einfach: Ein Motivationstraining für die Mitarbeiter wird immer nur kurzfristigen Erfolg haben können, weil es meist auf ein „Chacka-Chacka“-System aufgebaut ist. Kurzfristig kann man damit Spaß und Motivation erreichen. Jedoch keine Nachhaltigkeit.

Nachhaltige Motivation wird nur dadurch erreicht, indem die Führungskräfte dies auch zulassen und ermöglichen. Und genau das ist in vielen Unternehmen nicht unbedingt Teil der Unternehmensphilosophie. Auch wenn dies erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennbar ist. Hier müssen die Führungskräfte für sich einen persönlichen Weg finden, ihren Mitarbeitern die Motivation zurück zu geben.

Alleine durch diesen Akt genießt die Führungskraft auch mehr Freiheit, kann, autark und unabhängig von einem Motivationsseminar, auch in Zukunft die Motivation der eigenen Mitarbeiter steuern. Denn Aufgabe der Führungskraft ist ja die Führung und nicht ausschließlich die Beaufsichtigung der Mitarbeiter, oder die Delegation von Aufgaben. Und Führung ist immer ein Prozess auf Gegenseitigkeit. D.h. der Geführte (oder die Geführten) müssen die Führungskraft in ihrer Rolle als Führer akzeptieren. Dies geschieht am besten dadurch, dass sie der Führungskraft Respekt zollen, auch dafür, dass die Führungskraft über eine entsprechende Ausstrahlung verfügt.

Denn Mitarbeiterführung über Ausstrahlung ist die leichteste und effizienteste Form der Führung (University of Florida).

Aber wie kann man führen über Ausstrahlung? Welche Dinge muss man beachten? Letztlich kann jeder Mensch über die eigene Ausstrahlung führen, aber es bedarf schon einiger Punkte, die beachtet werden müssen. Die Ziele des Unternehmens sollten klar definiert werden, auch die Ziele der Führungskraft. Eloquenz ist ebenso erforderlich wie Empathie. Das Wissen um Vorgänge ist letztlich entscheidend für die Führungskraft, hier den persönlichen Weg zu finden.

Wer hier ehrlich und achtsam vorgeht, wird zukünftig begeisterte, motivierte Mitarbeiter betreuen, die verantwortungsvoll ihren Aufgaben nachkommen. Dass eine solche Abteilung, ein solches Team produktiver und kreativer als jedes andere ist, braucht nicht extra erwähnt zu werden.

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