ProCharisma-Blog
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Mittwoch, 16. Juni 2010 - 12:17 Uhr
Von Moral, Ethik, Gurkentruppen und Wildsaupolitik

Warum ist unsere Jugend so oft ohne Moral?
Fragt man sich doch glatt, warum man in den letzten Jahren einen immer lauteren Ruf nach Moral hört, nach Ethik in der Wirtschaft, nach Ehrlichkeit und Wertschätzung. Beklagt wird ja in erster Linie das Verhalten der Jugend. Gewaltbereit sei sie, bar jeder Moral. Ja, das mag zu einem Teil zutreffen. Jedoch müssen wir Erwachsenen uns dann wohl die Frage stellen, was dieser Jugend so vorgelebt wird.
Und das ist in der Tat nichts Anderes. Da ist das Schmierentheater der Politik nur die Spitze des Eisbergs. In der Wirtschaft geht es um Gewinne und Abkassieren, in der Gesellschaft um Geiz ist geil und wer nicht mitmacht oder nicht kann, wird aussortiert. In diese Welt wachsen Kinder selbstverständlich hinein. Wer wollte ihnen dann ihr Verhalten übel nehmen? Es ist nichts weiter als konsequent.
Die Macht des gesprochenen Wortes bildet die Moral
Aber gerade in den vergangen Wochen hat unsere Politik in dieser Hinsicht noch mal eine Schallmauer durchbrochen. Was vorher hinter vorgehaltener Hand, hinter dem Rücken der Medien geflüstert wurde, wird nun ohne jede Scham und Moral ausgebreitet. Die Politiker, die sich über den Ton der Kollegen noch aufregen, haben ihn im Vorfeld zum Teil begünstigt.
Nun könnte man sagen, dass es schließlich egal sei, ob diese abfälligen Bemerkungen, diese Diskreditierungen öffentlich oder versteckt getätigt werden. Der Unterschied jedoch liegt in der Macht des gesprochenen und geschriebenen Wortes. Denn das hat in der Tat Vorbildfunktion, weil es die Moral-losigkeit ohne schlechtes Gewissen, ohne Scham vorführt. Wir haben offenbar einen Punkt erreicht, wo das Leben ohne Ethik, ohne Moral gesellschaftsfähig wird.
Persönliche Moral leben
Meine Empfehlung lautet, auch wenn es fast zynisch klingt: Versuchen, etwas anderes vorzuleben. Ich für meinen Teil praktiziere das gerade dieser Tage bewusst. Versuche mich gezielt niemals abwertend zu verhalten. Verständnis zu zeigen wo es geht. Denn meinen eigenen Kindern möchte ich ein anständiges Vorbild sein, wenn sie es in der Öffentlichkeit schon nirgendwo mehr sehen.
Kleiner Tipp: Der amerikanische Konfliktmediator Marshall B. Rosenberg hat das System der „gewaltfreien Kommunikation“ entwickelt. Es lohnt sich dieser Tage besonders, seinen Empfehlungen zu folgen, seine Techniken anzuwenden. Politiker hätten unter dieser Form der Kommunikation vielleicht auch wieder die Chance, sich um die Probleme unseres Landes zu kümmern, anstatt sich im gegenseitigen Niedermachen zu ergehen.
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Dienstag, 8. Juni 2010 - 12:29 Uhr
So ein Auf und Ab hat was …
Allerdings gibt es doch immer ein paar Höhenunterschiede zu bewältigen. Auf meiner Inliner-Strecke liegt ein Dorf etwas höher als ein anderes, außerdem muss ich zwischendurch auf den Deich, was mit Inlinern nicht ganz unanstrengend ist. Natürlich bin ich dann immer froh, wenn es wieder ein Stück bergab geht.
Und wenn man so fährt, wird der Kopf frei und es kommen neue Gedanken. Z.B. der, dass es mit dieser Strecke ähnlich ist, wie im echten Leben.
Oftmals muss man ganz schön strampeln, um einen Anstieg zu bewältigen. Was hilfreich ist: die richtige Technik dabei zu erlernen (geht nicht auf Anhieb im Leben und auf Inlinern), vorausschauend zu fahren, d.h. vorher schon ordentlich Gas zu geben, um mit dem verbleibenden Schwung die Hürde zu nehmen (auch diesen Prozess kenne ich aus dem echten Leben).
Und was geschieht? Ich lerne. Lerne, wie die Herausforderung möglichst leicht zu bewältigen ist, meine Muskeln kräftigen sich und irgendwann ist die Strecke ganz easy und fast langweilig.
Geht es wieder bergab, ist dass eine Art Flow, ich genieße die Früchte der Arbeit (Aufstieg), das Tempo. Nur ist die Zeit viel schneller um als bei der Steigung. Schon deshalb, weil ich dreifaches Tempo habe bin ich ruckzuck unten.
Und so kommen mir die anstrengenden Strecken in meinem Leben auch oftmals viel länger vor als die Zeiten des Genießens, des Flows. Letztlich habe ich von beiden Strecken etwas. Und ich komme auch wieder an der Stelle an, wo ich losgefahren bin. Nämlich bei mir selber.
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Mittwoch, 2. Juni 2010 - 22:12 Uhr
Hatte Hitler Charisma?
Das Buch habe ich leider noch nicht gelesen, werde es mir aber bestellen und bin schon sehr gespannt. Interessant ist der Ansatz von Ludolf Herbst aber offensichtlich, denn er spricht Hitler sämtliches Charisma ab und geht von reiner Inszenierung aus.
Charisma nach blassen Anfängen
Ohne das Buch gelesen zu haben, drängen sich mir Fragen auf. Ich will nicht bezweifeln, dass Hitler womöglich zu Beginn seiner Karriere wenig Charisma hatte, möglicherweise sogar blass war. In einer gewaltigen Inszenierung unter Zuhilfenahme der damals neuen Medien Funk und Wochenschau wurde aber sein Charisma entwickelt.
Die Kriterien des Charisma
Und irgendwann hatte er welches. Denn es trifft zu, dass er eine Vision verfolgte, die er seinen Anhängern indoktrinierte (mit welchen Medien auch immer) und er war im Stande, die Menschen emotional zu bewegen. Und diese beiden Faktoren sind ziemlich sichere Zeichen von Charisma. Auch wenn sich das Charisma dann weniger auf eine (private) Ausstrahlung bezieht.
Hat Hitler Charisma also gelernt?
Wurde sein Charisma durch die Inszenierung entwickelt?
Charisma vergangener Zeiten
Es kann sich kaum um ein reines Medienspektakel gehandelt haben, denn immerhin konnte er die Massen auch begeistern, wenn er live zu ihnen sprach. Für damalige Verhältnisse war seine Rhetorik sehr wirksam, seine Sprechweise beeindruckte, auch wenn uns dies heute lächerlich anmutet.
Charisma ist lernbar
Mich überfällt bei all dem der Gedanke, dass sich Charisma unter bestimmten Umständen beim Menschen entwickelt, wie eine seltene Pflanze in einem bestimmten förderlichen Umfeld.
Sicherlich wird auch er Berater gehabt haben, aber vermutlich nicht einen Marketingspezialisten, wie man ihn sich heute erlauben würde. D.h. all die Inszenierung muss bei ihm etwas ans blühen gebracht haben, was ursprünglich – wenn überhaupt – dann nur marginal vorhanden war.
Ein interessanter Gedanke, den man nicht nur auf ein negatives Charisma wie das eines Hitler beziehen muss.
Link zum Artikel:
http://www.faz.net/s/RubA330E5...n~Scontent.html
Link zum Buch:
http://www.amazon.de/Hitlers-C...u-wl_item-added
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Montag, 3. Mai 2010 - 23:23 Uhr
" target="_blank">Großartiges Video über NLP
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Samstag, 17. April 2010 - 15:20 Uhr
Neuer Trend in der Personalentwicklung: Kurzseminare
Als ich meine erste Anfrage vor einigen Monaten erhielt ein Kurzseminar zu konzipieren, war meine erste Reaktion eher ablehnend. Ich mochte spontan den Gedanken nicht leiden, komplexe Inhalte auf eine winzige Essenz einkochen zu müssen.
Inzwischen hat sich meine Meinung etwas geändert. Ausgelöst durch den eigenen Versuch die Essenz tatsächlich zu filtern, einzukochen und dennoch verständlich zu vermitteln und erlebbar zu machen, habe ich festgestellt, dass man ein komplexes Ganzes auch in seine Interessanten Einzelteile zerlegen kann.
Damit erlaube ich meinem Teilnehmer, in einem Kurzseminar einen oder zwei Schritte auf einem Weg zu gehen. Ich schicke ihn zwar keinen Streckenabschnitt, kann kaum einen Meilenstein hinten hinstellen, aber ich erlaube ein Schrittchen in die richtige Richtung.
Auf diese Weise muss ich die Inhalte auch nicht ganz so abspecken und kann sie weiterhin nachvollziehbar machen.
Vielleicht erfordern Zeiten direkt in / nach einer Wirtschaftskrise den Kompromiss eines 4-Stunden-Seminars. Ich habe Verständnis dafür entwickeln können, dass Unternehmen nicht 10 ihrer Führungskräfte mal eben für 2 Tage freistellen können und wollen.
Und vielleicht liegt in dieser neuen Art des Lernen auch eine neue Chance.
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Dienstag, 29. September 2009 - 12:44 Uhr
Erfolg durch Charisma!
Und ein Karl-Theodor zu Guttenberg? Einer dem Charisma nachgesagt wird! Das bundesweit beste Erststimmen-Ergebnis konnte er mit seinem Charisma sicherstellen. Zufall? Glaube das wer will.
Kann man das Charisma denn stärken?
Vor ca. 2 Monaten machte ich im Internet eine kleine Umfrage an der etwas mehr als 40 Personen teilnahmen. Mehr als 50% waren immerhin der Meinung, dass man das eigene Charisma mit entsprechenden Maßnahmen stärken könne. Führende Soziologen und Psychologen denken weltweit genauso.
Und wie kann man sich mehr Charisma erarbeiten?
Da das Wort Charisma schwer zu fassen ist, ist die Frage nach der Steigerung nie leicht zu beantworten. Dennoch zeigt das Beispiel unserer Politiker sehr schön, dass gerade der Mut zur eigenen Meinung, zum eigenen Profil maßgeblich daran beteiligt ist.
Mehr Charisma durch Visionen!
Um das eigene Charisma zu stärken, bedarf es also als erstes einer klaren Meinung – Psychologen und Soziologen weltweit behaupten sogar: Einer Vision. Eine Vision geht über die einfache Meinung weit hinaus. Bildhaft stellt sie dar, was wir uns als Ergebnis unseres Tuns vorstellen. Wollen Sie also Ihr eigenes Charisma erhöhen, sollten Sie ein klare Vorstellung über Ihre Ziele im Endergebnis haben und über die Wege, die dorthin führen. Machen Sie Anderen gegenüber diese Vorstellungen immer wieder deutlich. Irgendwann wird Ihre Umwelt Sie mit diesen Ideen identifizieren. Und diese Identifikation trägt maßgeblich zur Erhöhung Ihres Charisma bei.
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Dienstag, 1. September 2009 - 16:29 Uhr
Wahlkampf ohne Charisma
Die Faktoren, die einen Menschen zum Charismatiker werden lassen, sind längst entschlüsselt.
Darüber hinaus ist Charisma genauso viel Sein wie Schein: Einer der Faktoren, die häufig bei Charismatikern zu finden sind, ist z.B. die Wertschätzung den Untergebenen gegenüber. Eine Eigenschaft, die bei Politikern oft Mangelware ist.
Ein Coaching im Sinne von Charisma und Persönlichkeitsentwicklung wäre sicherlich für alle Kandidaten alleine unter diesem Gesichtspunkt schon empfehlenswert. Wenn man dann damit auch noch eine Wahl gewinnen kann … Rätselhaft, dass das in Deutschland noch nicht angekommen ist.
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Donnerstag, 27. August 2009 - 00:01 Uhr
Hart aber Fair im ARD am 26.8.09
Alle Parteien haben sich aufgestellt – unabhängig von den Inhalten glänzen definitiv Gysi (der sich beschwert, dass er kaum zu Wort kommt) und Klaus Wowereit am meisten, was Medientauglichkeit angeht (wenn man mal vom Moderator Frank Plasberg absieht).
Tja und bei allen Nicht-Informationen und bei allem Rumgerede in diesem Wahlkampf kommt dann doch irgendwann auch das Thema vom „was“ (was wir sowieso nicht erfahren, wie zumindest die großen Parteien sich relativ bedeckt halten) zum „wie“.
Oder tue ich der SPD gerade Unrecht? Gibt es tatsächlich Inhalte? 4.000.000 neue Arbeitsplätze? Aha. Warum sagt das denn keiner. Ach, das ist gesagt worden? Ich habe es nur nicht richtig mitbekommen? Kann sein. Denn wir haben gerade Wahlkampf. Wenn auch keinen sehr lauten. Dennoch hört man meistens den, der am lautesten schreit (uncool), oder der sich am geschicktesten anstellt. Selbst wenn inhaltlich nicht viel geboten wird.
Die Sprache kommt auf Karl-Theodor zu Guttenberg, der die Bürgerinnen und Bürger (na hopla, jetzt schreibe ich ja auch schon so!) offenbar mehr zu begeistern vermag als Frank-Walter Steinmeier. Obwohl er nix macht. Selbst bei Opel nur die Schultern zuckt.
Ist er jetzt einfach nur Schwiegermutters Liebling? Und wenn ja – warum? Könnte es an simpler Ausstrahlung liegen?
Da hat Herr Wowereit sich aber geirrt, als er so gerade heraus postuliert hat, das Wohlwollen, das Herrn Guttenberg durch die Bevölkerung entgegen gebracht wird, könne man nicht erlernen. Die Faktoren, die auf Menschen anziehend und charismatisch wirken, sind längst sozialpsychologisch entschlüsselt.
Da kann er noch so sehr darauf bestehen, dass Steinmeier ein beliebter Politiker wäre – wenn ihn keiner zum Kanzler haben möchte, nutzt ihm das wenig.
Es ist lächerlich: In einer medialen Welt wie der unseren schafft Politik es offenbar nicht, evtl. wertvolle Inhalte ansprechend unter das Volk zu bringen. Steinmeier hat so keine Chance. Wäre er charismatischer, vielleicht schon. Das zu erlangen wäre simpler als das Erarbeiten der Inhalte.
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Dienstag, 25. August 2009 - 12:01 Uhr
" target="_blank">SPIN
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Donnerstag, 20. August 2009 - 14:10 Uhr
Affen und Politik

Ein gern verwendetes Thema in Kommunikationsseminaren.
In Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass Menschen, desto sympathischer sie sich sind, ähnlichere Verhaltensmuster wie der Gesprächspartner an den Tag legen. Dieser unbewusste Vorgang führt zu Angleichungen der Stimme, des Vokabulars der Gestik und der Mimik.
Umgekehrt imitieren wir das Verhalten von unsympathischeren Menschen weit weniger.
Das nicht nur wir Menschen über diese spannende Fähigkeit verfügen über das Spiegeln soziale Kontakte zu festigen, zeigt jetzt eine äußerst interessante Versuchreihe mit Primaten, die ich Ihnen auf keinen Fall vorenthalten möchte.
http://bit.ly/CquK8
Des weiteren führt mich aber dieser Artikel aber auch gerade in Fragen Kanzlerkandidat auf ein paar Gedankenabwege: Wir konnten die Tage in der Presse lesen, dass 18% der Deutschen Hape Kerkelings Kunstfigur Horst Schlämmer zum Kanzler wählen würden. Ein verwunderliches Ergebnis, dass für einige Entrüstung gesorgt hat.
Nun ist es ja nicht neu, dass die Bevölkerung unterm Strich immer nach Sympathie wählt. Politische Meinung hin oder her, beim Gros der Bevölkerung spielt die Sympathie der Kandidaten die weitaus größere Rolle.
Und was dieses Thema betrifft, ist der Medienjongleur Hape Kerkeling wohl kaum zu überbieten.
Und wenn ich noch mal Obama an dieser Stelle bemühen darf, hat ihm dieser Punkt sicherlich auch nach vorne verholfen.
Wie wichtig ist dann unter diesem Gesichtspunkt noch die Unnahbarkeit unserer „echten“ Kandidaten? Wie ist das zu bewerten? Natürlich war für jeden klar, dass ein Steinmeier oder eine Merkel mit Obama-Habitus in Deutschland nicht wirklich funktionieren würde. Aber entsteht durch die distanzierte Manier der Kandidaten beim Bürger nicht mitunter der Eindruck „die haben nichts mit mir zu tun“? Und könnte dieser Eindruck möglicherweise etwas mit dieser interessanten Studie zu tun haben?
Anfang des Jahres war nach einer Forsa-Umfrage klar, dass 3 von 4 Deutschen (zumindest im Januar diesen Jahres) einen deutschen Obama haben wollten. Ein interessanter Gedanke in diesem Zusammenhang.
Horst Schlämmer scheint wohl mit vielen von uns einiges Gemeinsam zu haben!

Julia Sobainsky
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