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Leben will ja (eigentlich) nicht aufgeschoben werden. Das wissen wir alle.

Und trotzdem machen die meisten das von uns immer wieder (und ich kenne das so gut – glaube mir!)

Du spürst von Herzen einen Impuls, etwas zu machen.

Du willst genau das machen, willst los … und plötzlich … fällt Dir alles ein, warum es nicht geht.

Die Verpflichtungen. Vielleicht Gehälter, die gezahlt werden wollen. Was sagt Dein Mann/Deine Frau/Deine Freunde/Deine Kinder/Deine Eltern? Die Bewertungen, denen Du ausgesetzt bist. Die Kinder wollen ins Schullandheim, oder haben andere Pläne. Hast Du überhaupt ein Recht darauf, das zu machen? Bist Du nicht völlig egoistisch? Auf was müssen die anderen alles verzichten, wenn Du das machst?

Du redest es Dir selbst schlecht

Und während all diese Einwände durch Deinen Kopf schießen, wirst Du traurig und beginnst, Dir Deine eigene Inspiration schlecht zu reden. Du verlierst unter all dem die Freude daran.

Und alles bleibt beim Alten. Auch der quälende Gedanke, dass Du verzichtest und etwas unbedingt in Deinem Leben wolltest. Eine Reise, eine Weiterbildung, ein Coaching, ein Potenzial zu leben, ein ungewöhnliches Erlebnis.

Kennst Du das?

Glaube mir, ich kenne das so gut.

Egoist!

Mein Sohn Daniel war noch ganz klein, als ich beschloss, Schauspiel zu studieren. Ich zog in einem Tross von anderen Aspiranten ein halbes Semester von Schauspielschule zu Schauspielschule, bis es endlich klappte und ich die Aufnahmeprüfung bestand. Nächste Challenge: ich musste seinen Vater überzeugen, mit mir in ein anderes Bundesland zu gehen, 700 km von seiner Heimat entfernt. Und den 3jährigen aus seinem sozialen Umfeld reißen.

Ich stand oft in schlaflosen Nächten neben seinem Bettchen, schaute auf meinen schlafenden Engel und mir brach das Herz vor lauter schlechtem Gewissen. Ich wusste dennoch, es war der richtige Weg. Hätte ich es nicht gemacht, ich hätte ihn irgendwann für meine geplatzten Träume verantwortlich gemacht – wenn auch indirekt.

Derlei Situationen hatte ich häufig in meinem Leben – bis zum heutigen Tage immer wieder.

 

Darf ich das?

Angst macht sich dann breit, eine schwere Entscheidung falsch zu treffen – mit gravierenden Folgen.

Aber immer, wenn ich auf mein Herz höre, auf meine Inspiration, kann ich im Nachhinein sagen, dass keine einzige dieser inspiriert getroffenen Entscheidungen falsch gewesen wäre.

Meine Einwände entstanden nur durch das, was ich an Bewertungen durch mein Umfeld angenommen hatte. Durch das, „was man macht“, oder eben nicht.

Die Erfahrung zeigt mir, dass ich später sage: „Hätte ich es mal schneller gemacht“. Weil das Zögern seinerseits Unzufriedenheit mit sich bringt und Nachteile. Ich hätte Ziele rascher erreichen können.

Angst ist ein schlechter Ratgeber

Im Nachgang sehe ich auch, welche Nachteile es mir gebracht hat, wenn ich mich gegen meine Inspiration entschieden habe. Ja, das geschah auch schon. Dem Kopf gefolgt, das Herz verleugnet. Später sieht man, dass als Dummheit endet, was man als rational richtig bewertet hatte.

Ich meine jetzt übrigens nicht, Süchten und Gelüsten kurzfristiger Art zu folgen, das sollte aus dem Text hervorgehen. Ich spreche von echter Inspiration. Nicht jeder Gang in den Ferrari-Laden entspringt einer solchen.

Das sind die Gedanken, die ich Dir heute mitgeben möchte. Vielleicht inspirieren sie Dich ja.

Wie ich drauf gekommen bin?

Weil ich es immer wieder erlebe, dass Coaches und Berater um uns herum schleichen und überlegen, wie cool das Mentoring-Programm von uns für sie wäre. Und dann trauen sie sich nicht. Aus oben genannten Gründen.

Aber vielleicht traust Du Dich ja, eine kurze Nachricht zu schreiben und wir sprechen mal. Kostet Dich nichts, außer etwas Mut 😉

Schreib an info@pro-charisma.comBetreff: Leben nicht aufschieben

Liebe Grüße

Julia