Vom richtigen Zeitpunkt / Jahreswechsel

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Es gibt nie den richtigen Zeitpunkt. Für die essenziellen Dinge im Leben ist der Zeitpunkt niemals optimal.

Als ich schwanger mit meinen großen Sohn wurde, war ich 18 Jahre, frisch verheiratet und kurz vor dem Abitur. Alle Welt hielt mich für verrückt. Aber dieses Kind war kein Zufall, ich wollte es haben. Natürlich war der Zeitpunkt ungünstig. Aber wäre er 2 Jahre später nicht ebenso ungünstig gewesen? So mitten während einer anstrengenden, alle Energie fangenden Schauspielausbildung? Und weitere 2 Jahre später, kurz vor dem Übergang in den Job? Welches Theater stellt eine schwangere Schauspielerin ein?

Sie sehen, worauf ich hinaus will. Die Dinge die wir wollen, sollten wir tun, anstatt sie endlos aufzuschieben.

Sie wollen endlich aus dem Job raus, der ihnen Tag ein, Tag aus die Lust am Leben nimmt? Machen Sie einen Plan. Schmeißen Sie nicht einfach alles hin, aber machen Sie einen realistischen Plan. Und was realistisch ist, bestimmen Sie in diesem Fall. Es ist realistisch, die eigenen Träume verwirklichen zu wollen. Aber Sie sollten wissen, was Ihre Träume sind.

Der Autor John Strelecky hat ein spannendes Buch geschrieben: The Big Five for Life. Er beschreibt darin die Wichtigkeit zu wissen, was der eigene Zweck der Existenz ist und welche 5 Dinge man im Leben unbedingt tun möchte. Damit man nicht irgendwann feststellt, dass man zu alt, zu schwach und zu was weiß ich nicht ist, um sein Leben überhaupt noch so zu gestalten, wie man das selber möchte.

Suchen Sie nach Möglichkeiten, anstatt sich immer wieder aufzuzählen, welche Fakten Sie an der Verwirklichung Ihrer Träume hindern. Das einzige, was Sie wirklich hindert, ist Ihre eigene Angst. Natürlich, die ist legal, real und ein Faktum, das jeder kennt. Wer hat keine Angst vor dem Neuen, Unbekannten und Unerforschten? Diese Angst ist ja grundsätzlich berechtigt und hat immerhin in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass Sie nicht im Gebirge in Felspalten gefallen, nicht im Meer ertrunken sind und dass Sie Gefahren meiden.

Denn meist können wir zu Beginn nicht wirklich unterscheiden, ob es sich nur um etwas Neues, oder um etwas Gefährliches handelt.

Also. Gehen Sie Ihre Träume an. Nicht erst Anfang Januar, sondern heute. Tun Sie den ersten kleinen Schritt. Timothy Ferriss schreibt in „Die 4-Stunden-Woche“ sinngemäß, dass wir uns die Aufgaben so klein einteilen sollten, dass wir sofort beginnen können. Beginnen Sie also heute mit dem ersten kleinen Schritt. Rufen Sie jemanden an, der sich auskennt, suchen Sie eine Information aus dem Internet raus, berechnen Sie, was Sie die Verwirklichung des Traums kostet (monetär) und was es Sie kostet, ihn nicht zu verwirklichen (emotional und mental).

Und wenn Sie Ihren Traum noch nicht ausformuliert haben, dann nehmen Sie jetzt ein Blatt zur Hand und schreiben Sie auf, was Sie genau jetzt am liebsten tun würden, wo Sie genau am liebsten wären – vorausgesetzt, Sie hätten so viel Geld, dass Sie sich darum nicht scheren müssten. Vielleicht bringen Sie diese Gedanken auf den richtigen Weg in Richtung Ihres Traums.

Wichtig: Schränken Sie sich bei der Ausformulierung nicht selbst ein, machen Sie ein echtes Brainstorming. Viele Menschen neigen dazu, bereits in dem Moment, wo sie einen Traum formulieren sollen, ihn an ihre gefühlte Realität anzupassen. Ein Haus im Süden? Naja, bei meinem Einkommen schaffe ich es maximal, an eine Wohnung zu kommen. Eine Weltreise? Vielleicht doch erst mal eine Woche Mallorca. Limitieren Sie sich nicht! Sonst bekommt die Reise einen schalen Beigeschmack und in der Wohnung werden Sie nicht glücklich.

Überlegen Sie lieber nach der mutigen Ausformulierung, wie Sie den Traum realisieren können.
Ein weiterer Tipp: Schauen Sie sich Menschen an, die Träume realisiert haben. Janice Jakait rudert gerade in ihrer Aktion „Row for Silence“ über den atlantischen Ozean. Monatelang. Mehr als 6500 km. Ganz alleine. Diese Frau verwirklicht einen Traum. Und sie stammt nicht aus einem Millionärshaushalt. Aber sie hat irgendwann einen ersten Schritt getan, um die Vorbereitungen zu treffen. Dann einen zweiten Schritt und einen dritten usw. Und seit Ende November sitzt sie nun in ihrem Hightech-Boot und rudert. Natürlich hätte sie sich der Angst ergeben können. Noch im letzten Moment – keiner hätte es ihr übel nehmen können. Aber was hätte sie der Verzicht auf ihren Traum gekostet? Ich weiß es nicht.

Ich weiß aber, was mich der Verzicht auf meine Träume kosten würde. Und Sie wissen es vermutlich auch, was es sie kostet, wenn Sie auf Ihre Träume verzichten. Also: Legen Sie los! Geben Sie sich selbst ein Versprechen, dass Sie auch halten. 2012 wird Ihr Jahr!
Viel Kraft bei der Umsetzung wünscht Ihnen
Julia Sobainsky

2 Kommentare
  1. Lukas
    Lukas says:

    Ein wirklich super Beitrag. Ich habe das mit dem traum gerade umgesetzt, also um genau zu sein habe ich mir zwei Träume aufgeschrieben und die Kosten (Preis vs. mentale Kosten) ausgerechnet. Ich möchte unbedingt eine Europareise machen und ich glaube, diesen Traum werde ich mir dieses Jahr im Sommer erfüllen.

    Alles Gute für 2012!

    Antworten
  2. jms
    jms says:

    Hallo Lukas,

    super, Sie sind ein Vorbild. Halten Sie Ihr Versprechen und berichten Sie vielen Menschen davon. Ich glaube, dass Ihre Aktion ermutigen kann.

    Ihnen ebenfalls alles Gute – dieses Jahr und in jedem anderen. Vor allem für die Verwirklichung Ihrer Träume!
    Julia

    Antworten

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