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„Wie kommst du eigentlich an deine Kunden?“ – gerade bekam ich diese Frage wieder gestellt und ich höre sie wirklich häufig. Und zugegeben: Auch für mich tat sich in der Vergangenheit an dieser Stelle wirklich ein Wissensloch auf.

Immerhin habe ich das Glück, einige Stammkunden zu haben und ich werde sehr gut im Internet mit meinen Themen gefunden – und das ist vermutlich auch ein entscheidender Faktor.

Die Böse Kaltakquise

Dass Coaches, Trainer und Berater nicht alle die Kaltakquise-Weltmeister sind, ist nicht verwunderlich – bedürfen diese Berufe doch einer gewissen Sensibilität, die gleichzeitig an einer massiven Akquise-Herangehensweise zweifeln lässt. So fühlen sich viele Menschen in beratenden Berufen oft etwas hilflos, wenn es um dieses leidige Thema geht. Aber Kunden gewinnen müssen wir ja dennoch!

Was haben wir nicht alles gemacht: Blogparaden, Challenges usw.

Offengestanden kommt mir der Begriff „blinder Aktionismus“ dabei gerne in den Sinn, und in der Tat verdienen meist nur ein paar clevere Kollegen daran (was auch okay ist, immerhin sind sie clever). Aber bringt das alles was? Kommen da wirklich Kunden durch?

Ich schreibe nicht jede Woche einen Blogartikel (hatte sogar manchmal 6 Monate Pause – allerdings mit schlechtem Gewissen) und trotzdem werde ich im Netz gefunden. Warum nur?

Es mag viele, die sich massig Arbeit gemacht haben, schockieren, aber die Zeiten, in denen Blogartikel das Nonplusultra waren, sind vorbei.

Wie sich vermutlich inzwischen rumgesprochen hat, ändert Google alljährlich zum Jahresanfang seine Such-Algorithmen. Und „Blogartikel“ war mal vor 2 oder 3 Jahren aktuell.

Natürlich ist guter Content immer gefragt und wird letztlich oft auch deshalb gefunden, weil er viel im Netz geteilt wird. Wenn man aber meint, dass Google einen deshalb besonders berücksichtigt, liegt man falsch.

Google will Geld verdienen!

Und womit tun sie das? Richtig – mit Werbung. Und wo zeigen sie die? Auf Google. Oben und in der Seitenleiste. Und auf YouTube. YouTube? Ja richtig. YouTube gehört schon seit einigen Jahren zu Google.

Die Strategie von Google heißt also: „Warum nur einmal verdienen, wenn wir auch zweimal verdienen können?“

Die logische Konsequenz ist, YouTube-Videos bei der Googlesuche besser zu ranken. Dadurch schaut der Suchende nämlich gleich mehrfach in die Werbung. Bzw. es besteht die Chance darauf. Hat er nicht auf die Google-Werbung geklickt, klickt er auf eines der Videos, die auf der 1. Suchseite bei Google stehen, wird zu YouTube weitergeleitet.

Dort findet er oben verschiedene Videos, die beworben werden. Und zusätzlich ist auf den Videos nochmal Werbung vorgeschaltet.

Und was machen wir nun?

Also fangen wir Berater an, YouTube-Videos zu machen.

Da die meisten von uns jedoch älter als 15 sind, sind wir es in den seltensten Fällen gewohnt, mit diesem Medium zu arbeiten.

Der Coach/Berater/ Trainer/Vortragsredner lässt sich also entweder bei einer seiner Livesessions abfilmen (meist langweilig und in katastrophaler Qualität), oder er stellt sich vor die Handykamera und erzählt was.

Katastrophe!!!

Liebe Kollegen. Ich schreibe normalerweise keine Sätze mit 3 Ausrufezeichen. In diesem Fall aber schon.

Ich möchte an Sie alle appellieren, nicht in blinden Aktionismus zu verfallen, sondern erst mal nachzudenken.

Denn das, was ich im Internet von den meisten von Ihnen sehe, ist Antiwerbung und tut in den Augen oder Ohren weh!

Bewegbild hat eigene Gesetze!

Und wenn man die nicht kennt, kann man sich gehörig die Finger verbrennen.

Selbst ein Foto gibt Sie nicht 1:1 wieder, dazu bedarf es schon eines anständigen Fotografen. Bewegtbild ist noch schwieriger zu bedienen.

Angefangen vom Licht, dem Ton, dem Aussehen und Verhalten vor der Kamera, bis hin zu einem schlüssigen Aufbau (Dramaturgie)des Videos kann alles schief gehen. Und das tut es bei vielen von Ihnen auch.

Auch wenn gerade im Coachingbereich viele glauben, das hätte etwas mit Authentizität zu tun – hallo? Seit wann ist unprofessionelles Verhalten authentisch? Das sollte man besser nicht verwechseln.

Selbstbild und Fremdbild

Das leidige Thema. Letztens sah ich wieder eine solche Katastrophe im Netz und die Dame erzählte in dem Video just auch noch, wie Videos gemacht werden.

Sie selbst hatte rauschenden Ton, blinzelte in billiger Kleidung gegen die Sonne in die Linse ihres Smartphones, und erzählte im Brustton der Überzeugung dem geneigten Zuschauer, was ein gutes Video ist.

Das war es nicht, MyLady.

Das Problem ist nicht bewusst

Das ist das Schlimmste: es gibt für dieses sensible Thema kein echtes Problembewusstsein. Die anderen sind ja genauso schlecht. Da kommt man sich im Vergleich noch recht vernünftig vor.

Dabei könnte dieses Medium so viel für uns tun! Körpersprache, Mimik, Tonfall, das alles bleibt in einem Text verborgen. Das Bewegtbild schafft unendliche Möglichkeiten – auch, Bilder einzusetzen, im metaphorischen Sinne.

Ich habe ein Video von mir im Netz, welches innerhalb von 2 Jahren fast 2500 x angesehen wurde. Ich behandele darin mein Kernthema „Charisma“ und ich mache das gut. Weil ich weiß, wie es geht.

Das bringt Kunden! Oft schon habe ich von Anrufern gehört: „ich habe ihr Video gesehen. Echt klasse!“. Wie oft hatten Sie das schon bei Ihrem Blogartikel?

Jetzt habe ich mir Luft gemacht

Und das war wirklich mal nötig.

Und jetzt, nachdem ich wieder frei atmen kann, habe ich noch ein kleines Geschenk für Sie.

Ich habe ein 1-stündiges Webinar zu diesem Thema gegeben, dessen Aufzeichnung Sie sich ansehen können. Dann erfahren Sie schon mal einiges, was Sie tun können, damit Ihre Videos nicht eine solche Katastrophe werden.

Ihre

Julia Sobainsky

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