Image und Charisma

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Wer sich um die eigene Wirkungsweise Gedanken macht, kommt nicht umhin, sich zu überlegen, wie ihn die anderen Menschen überhaupt sehen sollen.
Das ist die Geburtstunde Ihres Images. Viele Menschen beginnen mit dem Kreieren ihres Images bereits in der Pubertät. Das ist der Zeitpunkt, wo wir uns das erste mal bewusst als Individuum in der Masse wahrnehmen, und auch als Individuum auf eine bestimmte Weise erscheinen möchten. In dieser Zeit wird das Image vor allem über äußere Faktoren definiert wie Kleidung, das hören einer bestimmten Musik, das betreiben einer bestimmten Sportart usw. auch beim Erwachsenen spielen diese Faktoren eine nicht unerhebliche Rolle. Image und Charisma beeinflussen zu jeder Zeit die Außenwirkung.

Denken Sie an Statussymbole. Oft spielen die Menschen nicht Golf, weil sie es für einen schönen Sport halten, sondern um sich zur Welt der Reichen und Schönen zuzugesellen. Auf dem Golfplatz werden Geschäfte gemacht, Aufträge vergeben. Nach Ascot zum Pferderennen geht kaum jemand wegen des Sports. Sehen und gesehen werden ist hier die Devise. Image und Charisma spielen in jeder Gesellschaftsschicht eine Rolle.

Warum fährt jemand Porsche? Weil der Wagen schnell fährt und schnittig ausschaut. Jein. Vielleicht auch. Vielleicht auch, weil ein Porsche von sich aus schon – genauso wie Golf spielen – ein Image mitbringt. Von dem Image des Gegenstandes, der Sportart usw. partizipiert dann auch die jeweilige Person, die sich mit dem Gegenstand umgibt, ihn besitzt, die Sportart betreibt usw.

Es gibt viele teure Uhren. Bestimmt Marken stehen für Reichtum, andere für Understatement, einige für Eleganz, für konservativen Geschmack usw. Wer eine teure Uhr kauft, trifft diese Wahl ganz bewusst. Er ordnet sich einem bestimmten Image zu, beziehungsweise partizipiert von dem Image, dass der Uhr zugeschrieben wird.

Image und Charisma wird natürlich nicht nur über äußere Faktoren kreiert. Verhaltensweisen spielen eine zentrale Rolle.
Um das eigene Image bewusst zu gestalten, ist es also hilfreich zu wissen, was andere Menschen über einen denken. Diese Informationen sind nicht leicht zu bekommen, man muss dafür die Ohren schon ziemlich spitzen.

Alles was Sie an Informationen von anderen Menschen bekommen ist Feedback auf Ihr eigenes Verhalten. Es lohnt also zu hinterfragen, wie die Menschen zu einem stehen.
Sind Sie jemand, dem andere schnell ihr Herz ausschütten?
Verhalten sich fremde Menschen Ihnen gegenüber lange reserviert?
Welche Themen schneiden Menschen an, wenn sie mit Ihnen sprechen?
Werden Sie eher jovial oder eher offiziell behandelt?

Natürlich sind diese Verhaltensweisen auch vom Charakter Ihres Gegenübers abhängig, dennoch kann man, bei genauer Betrachtung, Tendenzen erkennen. Oft hört man, dass Menschen von Wildfremden einfach schnell im Zug das ganze Leben erzählt bekommen. Was sagt das über unseren Zuhörer aus? Das er Vertrauen weckt. Das Menschen schnell das Gefühl haben, bei ihm gut aufgehoben zu sein. Das er ein Geheimnisträger sein könnte. Das er einen guten Rat geben könnte. Aber auch, dass er einfach ein guter Zuhörer ist. Das er Empathie hat.

Ein Mensch, dem man dieses Vertrauen nicht schnell entgegenbringt, hat es sicherlich schwerer in der Mitarbeiterführung. Aber er kann sich diese Empathie auch erarbeiten, kann sein Image umgestalten.

Um das eigene Image nach eigenen Entwürfen zu entwickeln, verlangt es nach sehr viel Planung und Bewusstheit.
Was will ich in meinem leben erreichen?
Welche Charaktereigenschaften sind dafür zielführend?
Mit welchen Verhaltensweisen signalisiere ich nach außen, dass ich im Besitz dieser Charaktereigenschaften bin?

Hört sich für Sie alles wenig authentisch an?
Wir sind, wer wir sein wollen. Wir kreieren nicht nur unser Image selber, sondern erst einmal die Persönlichkeit, die dieses Image trägt. Denn eines ist sicher: Sie werden niemals ein Image von sich verbreiten können, dass Sie nicht leben. Sie werden es niemals schaffen, empathisch zu wirken, wenn Sie es nicht wirklich sind. Niemals werden Sie auf Dauer glaubhaft machen können, Menschen wirklich ehrlich zuzuhören, wenn Sie dies nicht wirklich tun.

Arbeit am Image ist also schon automatisch Arbeit an der eigenen Persönlichkeit. Also, keine Angst vor Oberflächlichkeiten oder unauthentischem Verhalten!

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.