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Unternehmer oder selbstständig?

„Was ist denn da der Unterschied?“, fragt jetzt der eine oder andere vielleicht.

Natürlich gibt es, rein von der Definition, schon mal einen Unterschied den das Finanzamt festlegt. Ich jedoch möchte an dieser Stelle auf einen anderen Unterschied hinaus: den in unseren Köpfen.

 

Selbst und ständig?

Der Selbstständige ist meist „selbst und ständig“. Oft genug erlebe ich – gerade bei Coaches, Beratern und Trainern – dass das Ziel heißt: über die Runden kommen. Den nächsten Monat bezahlen können. Zusätzlich ein paar Rücklagen schaffen. Ein gutes Leben führen – vielleicht noch. Genug Buchungen bekommen, die eigene Arbeitskraft verkaufen.

 

Wachsen

Mit Unternehmertum hat das alles nichts zu tun. Unternehmer sehen ihr Unternehmen als etwas größeres Ganzes. Sie rechnen mit höheren Umsätzen und höherem Investitionsvolumen, ihr Ziel ist Expansion, einstellen von Mitarbeitern, Wachstum. Sie als Person stehen weniger im Mittelpunkt als das Unternehmen selbst – die Idee dahinter: auch wenn man selbst nicht mehr ist, soll das Unternehmen weiter existieren und wachsen können.

Selbstständige sind Sklaven

Ja, eine gewagte These – und dennoch, ich stehe dazu. Sie sind Sklaven ihrer Auftraggeber, Sklaven ihrer Gesundheit, Sklaven der Auftragslage. Unternehmen sind niemals abhängig von einer einzigen Person. Sie hängen nicht an einem Auftraggeber, nicht an der Gesundheit einer einzigen Person und auch nicht an deren Arbeitszeiten. Geschickt geführt ist das Unternehmen weitgehend unabhängig.

Persönlicher IQ als Wachstumsgrenze

Selbstständige begrenzen darüber hinaus ihr „Unternehmen“ und sich selbst auf den eigenen IQ. Wenn man ein Kapitel, ein Thema, im Job nicht gut kann, ist man dort schlecht und schwächelt an dieser Stelle. Das eigene Unternehmen steht und fällt mit den persönlichen Stärken und Schwächen. In einem Unternehmen dürfen die einzelnen Positionen so besetzt werden, dass sie von jemandem ausgefüllt werden, der dort wirklich seine Potenziale entfaltet. Derjenige ist nicht gezwungen, Dinge zu tun, die ihm nicht liegen. Der Selbstständige muss das in den meisten Fällen.

Kann man sich wandeln?

Kann ich als Einzelselbstständiger denn ein Unternehmer werden? Muss ich haufenweise Mitarbeiter anstellen, um die Vorteile eines Unternehmens zu nutzen?

Nein!

Meist entscheidet darüber wirklich unser Mindset und unser Ziel. Ich kenne auch Handwerker die selbstständig sind, selbst dann, wenn sie viele Mitarbeiter haben. In der eigenen Denkstruktur spielt sich etwas anderes ab, als bei einem Unternehmer.

Wie kann Veränderung erfolgen?

Indem man umdenkt. Eine Bestandsaufnahme zu Beginn macht Sinn. Womit tue ich mich schwer? Was kann ich auslagern? Wer kann das gut? In der Regel eignen sich gerade zu Beginn Freelancer, für die Beauftragung. Die sind spezialisiert, schnell und gut. Und ich nutze deren Knowhow gleich für mein Unternehmen.

Der nächste Schritt liegt darin, zu überlegen, wie man Umsätze skalieren kann. Keine leichte Aufgabe für Berater, Coaches und Trainer. Die sehen sich immer selbst höchst persönlich an der Kundenfront.

Aber hast Du schon mal darüber nachgedacht, Prozesse zu automatisieren? Beispielsweise im Marketing? Oder Inhalte, die Du immer wieder erzählst, mal in Videos zu verpacken und so allen Kunden leicht zugänglich zu machen, ohne dabei sein zu müssen?

Unabhängigkeit

Deine Unabhängigkeit von Deinem Kunden steht und fällt mit der Möglichkeit, Umsätze zu skalieren und nicht mehr bei jedem Prozess persönlich Hand an zu legen.

Damit wirst Du frei darüber nachzudenken, wie du noch mehr Effizienz schaffen kannst. Außerdem schaffst du Dir Zeit und Geld für Weiterbildung, die Du sonst nicht hättest.

Jetzt steht Dein Kurs auf Wachstum. Und solltest Du Dich irgendwann mal zur Ruhe setzen wollen, wird Dein Unternehmen weiter Profite erwirtschaften und Dich unabhängig von kleinen Renten machen.

 

Wenn Du lernen möchtest, wie ein Unternehmer zu denken, laden wir Dich herzlich zu unserer kostenfreien Facebookgruppe ein! 

 

Autor: Julia Sobainsky