Videos – die Online-Katastrophe im Internetmarketing

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Man sieht ja immer häufiger, dass Menschen Videos von sich online stellen. In den vergangenen Tagen habe ich einige davon sehen dürfen. Der Grund dafür scheinen mir die häufigen Empfehlungen zu sein, die im Social-Media-Marketing für Videos ausgesprochen werden.

Man liest an jeder Ecke wie wichtig es ist, einen Kanal bei youtube zu haben und regelmäßig Videos von sich ins Netz oder auch auf die eigene Webseite zu stellen.

Nun mag das per se richtig sein, allerdings mag ich bei ca. 90% der Videos den positiven Werbeeffekt bezweifeln. Denn was, bitteschön, nutzt es, wenn ein schlecht gemachtes Video die eigene Webseite ziert?

Ich höre: Aufgesagten Text (prima auswendig gelernt), Formulierungen, die gestelzt klingen und darum schlecht über die Lippen kommen, unangenehme Stimmen.

Ich sehe: Menschen, die sich vor der Kamera unwohl fühlen, die nicht mit der Kamera „flirten“ können, die mir transportieren, dass sie dieses Geschäft nicht beherrschen.

Leute! Wenn Ihr unbedingt Videos von Euch ins Netz stellen müsst, dann sollte das doch einen positiven Effekt für Euch haben! Schaut bitte einmal selbstkritisch drauf – das möchte ich vor allem den lieben Trainer- und Coach-Kollegen mal ans Herz legen. Oder gerade den Unternehmern, die mit diesen Videos auch noch eine Marketingleistung verkaufen wollen.

Verzichtet auf Videos, wenn sie nicht wirklich die beste Version von Euch selber präsentieren oder lasst Euch schulen – das kann ich nur raten. Denn das, was selbst auf Webseiten sehr professioneller Einzelunternehmer zu sehen ist, ist teilweise die Katastrophe in Tüten.

Dieses Blogpost habe ich soeben unter dem Eindruck eines fürchterlichen Fremdschäm-Gefühls geschrieben. Habe heute (Sonntagmorgen) mal ein wenig im www „rumgebummelt“ und Haufenweise dieser Katastrophen-Videos gesehen. Also, bitte nicht übel nehmen, wenn ich das hier sehr hart formuliert habe.

Grüße von

Julia Sobainsky

PS: Überlege gerade, mal eine kleine Video-Schulungs-Reihe zum Thema „Im Video gut rüberkommen – die Gesetze der Kamera“ aufzulegen.

7 Kommentare
  1. jms
    jms says:

    Lieber Herr Schlosser,

    ich finde das ziemlich gut. Sie sind sehr locker und man kann auch als Laie was verstehen 🙂 (zumindest so ein bisserl). Das einzige, was ich monieren würde, ist die Kameraführung (für die Sie aber nichts können). Kleverer wäre gewesen, wenn die Kamera Ihr Gesicht nicht nur im Profil gezeigt hätte, sondern auch von vorne. Sprich, die Kamera hätte besser über die Schulter Ihres Interviewpartners gefilmt.

    Aber Sie selber haben sich sehr locker und authetisch präsentiert. Chapeau! 🙂 Und liebe Grüße!

    Antworten
  2. Joachim Schlosser
    Joachim Schlosser says:

    Danke, liebe Frau Sobainsky, auf den Kamerawinkel kann ich ja beim nächsten Mal achten. Wir werden in Zukunft auch selbst Videointerviews aufnehmen… Ihre Video-Schulungsreihe klingt auf jeden Fall interessant!

    Antworten
  3. Stefan
    Stefan says:

    Das ist ein ernstes und wichtiges Thema finde ich. Einige wissen vermutlich gar nicht wie sie da rüberkommen oder eben nicht. Es wird im Internet vorgelebt und dann kann ich es auch bzw. muss es eben auch tun.

    Deshalb mache ich vorerst nur Screencasts. Bei denen kommt es zwar auch auf Stimme und Inhalt an, bietet aber mehr Zeit zum wachsen. Ich bekomme ein besseres Gefühl dafür und werde (hoffentlich) dadurch besser.

    Denn ganz weglassen möchte ich diesen Kanal nicht, dafür bietet er zu viele gute Chancen und Möglichkeiten.

    Antworten
  4. jms
    jms says:

    Lieber Stefan,

    ich finde es richtig, sich damit Zeit zu lassen. Tipp: Bei den ersten „live“-Videos einen Interviewpartner daneben setzen (siehe Dr. Schlosser oben). Da bleibt man viel leichter natürlich und muss keinen Monolog aufsagen.

    Ansonsten ist Video natürlich ein super Mittel!

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  1. […] hatte die Tage ja schon ein Post zum Thema Online-Videos und Internetmarketing veröffentlicht. Gerade rückt bei mir die Idee der Videoreihe zum Thema Online-Vídeo immer mehr in […]

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